Keuchhusten

Keuchhusten Keuchhusten ist eine hoch ansteckende Atemwegserkrankung.

Keuchhusten (Pertussis) ist eine Infektionserkrankung der Atemwege, die durch Bakterien ausgelöst wird und hoch ansteckend ist. Keuchhusten zählt zu den typischen Kinderkrankheiten, allerdings können sich auch Erwachsene infizieren. In der Schweiz zählt die Keuchhusten-Impfung zu den empfohlenen Basisimpfungen, die in bestimmten Abständen aufgefrischt werden müssen.

Keuchhusten: Ursachen & Symptome

Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst. Die Krankheitserreger sind hoch ansteckend und werden über Speichel bzw. Tröpfchen (z. B. beim Husten, Niesen) übertragen. Sie befallen die Atemwege und bilden ein Gift, das sogenannte Pertussis-Toxin, das die Schleimhaut schädigt und die Hustenanfälle auslöst. Keuchhusten verläuft oft in drei Phasen:

  • Phase
    Noch bevor sich der klassische stakkatoartige Husten einstellt, kommt es zu grippeähnlichen Symptomen mit zunächst „normalem“ Husten. In dieser Phase ist die Ansteckungsgefahr am grössten.
  • Phase
    Erst nach etwa ein bis zwei Wochen treten die krampfartigen Hustenanfälle auf: Nach den Hustenstössen kommt es dabei zu einem keuchenden Einziehen der Luft. Bei den Hustenattacken, die sich insbesondere nachts häufen, wird ein zäher Schleim ausgeworfen und oft kommt es dabei sogar zu Erbrechen. Die Krankheitsphase mit derartig heftigen Hustenanfällen dauert meist vier bis 6 Wochen.
  • Phase
    In der Erholungsphase, die bis zu 10 Wochen andauern kann, klingen die Hustenanfälle langsam ab.
Gut zu wissen: Vor allem bei Säuglingen, aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen kann der Krankheitsverlauf von diesem „Muster“ abweichen – das führt oft dazu, dass die Erkrankung nicht frühzeitig erkannt wird.

Komplikationen wie zum Beispiel Lungenentzündungen und eine Schädigung des Gehirns durch Sauerstoffmangel können vor allem bei Neugeborenen und Säuglingen auftreten.

Wichtig: Keuchhusten kann speziell für Neugeborene lebensbedrohlich sein. Da Kinder erst durch eine Impfung gegen Keuchhusten geschützt sind, sollten speziell Mütter und andere Kontaktpersonen unbedingt gegen Keuchhusten geimpft sein.

Keuchhusten: Behandlung

Keuchhusten bedarf immer einer ärztlichen Behandlung. Bei Verdacht auf Keuchhusten sollten Sie im ersten Schritt Ihren Arzt telefonisch informieren, damit in der Arztpraxis entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können, um andere vor einer Ansteckung zu schützen. Erkrankte sollten isoliert werden und dürfen auf keinen Fall mit den Risikogruppen (Säuglinge, ungeimpfte Kleinkinder, Senioren) in Kontakt kommen.

Zur Behandlung von Keuchhusten wird der Arzt in der Regel ein Antibiotikum verordnen. Wird es frühzeitig eingenommen, kann es den Krankheitsverlauf abmildern oder einen Ausbruch der Erkrankung verhindern. Kommt das Antibiotikum erst in der Husten-Phase zum Einsatz, kann es zwar den Krankheitsverlauf nicht mehr verkürzen, jedoch die Dauer der Ansteckungsfähigkeit vermindern. Für eine rein symptomatische Therapie können mitunter hustenstillende Präparate ergänzend eingesetzt werden, um den quälenden Hustenreiz zu lindern.

Grundsätzlich sollten sich Betroffene schonen, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt einnehmen.

Wichtig: Säuglinge sollten immer im Krankenhaus behandelt werden.

Schutz vor Keuchhusten: Impfung

Zum Schutz vor Keuchhusten empfiehlt der Schweizerische Impfplan eine Impfung, die in bestimmten Abständen aufgefrischt werden muss. Bei Säuglingen erfolgt die Grundimmunisierung in mehreren Teilimpfungen, beginnend ab dem 2. Monat. Danach sind regelmässige Auffrischungsimpfungen erforderlich.

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