Behandlung von Kinder-Husten

Behandlung von Kinder-Husten Husten: Kinder sind besonders häufig betroffen.

Wenn Kinder husten, ist zuverlässige Hilfe gefragt. Die Behandlung richtet sich immer nach der zugrundeliegenden Ursache bzw. nach dem jeweiligen Beschwerdebild. Gut zu wissen: Kinder erkranken bis zu zehnmal pro Jahr an einem Atemwegsinfekt – daher ist es nicht verwunderlich, dass Husten bei Kleinkindern und auch älteren Kindern besonders häufig auftritt.

Wichtig: Husten bei Kindern kann auch durch verschluckte Fremdkörper ausgelöst werden – daran sollte insbesondere bei plötzlichem, anfallsartigem Husten gedacht werden. In diesem Fall muss umgehend ein Notarzt verständigt werden.

Husten bei Kindern – was tun?

Eine gezielte Behandlung kann Hustenbeschwerden, die oft im Rahmen einer Erkältung auftreten, wirksam lindern. In Abhängigkeit davon, welche Art von Husten vorliegt, kommen verschiedene Behandlungsstrategien infrage.

Husten stillen

Bei trockenem Reizhusten

Husten lösen

Bei Husten mit Auswurf

Ziel: Hustenreiz lindern Ziel: Schleim lösen und das Abhusten erleichtern

Zum Hintergrund: Eine Erkältung kündigt sich oft mit einem trockenen Reizhusten an. Vor allem in der Nacht kann er sehr lästig sein und den Schlaf empfindlich stören – dabei ist gerade jetzt die nächtliche Regenerationsphase für den kleinen Organismus so wichtig. Im weiteren Verlauf der Erkältung geht der trockene Reizhusten in einen Husten mit Auswurf (verschleimter Husten) über. Er ist ein Zeichen dafür, dass durch die Abwehrreaktion des Körpers in den Atemwegen vermehrt Schleim produziert wird. Setzt sich der Schleim fest, können sich die Beschwerden verschlimmern und eine Zweitinfektion mit Bakterien oder Komplikationen wie etwa eine Bronchitis oder Lungenentzündung werden begünstigt. Umso wichtiger ist es in dieser „Hustenphase“, den Schleim zu lösen und das Abhusten zu erleichtern.

Husten bei Kindern: Verschiedene Hustenmittel erhältlich

Bei trockenem Reizhusten können Hustenstiller den Hustenreiz lindern.

Bei Husten mit Auswurf kommen hingegen Hustenlöser zum Einsatz. Sie lösen die Sekrete und erleichtern so das Abhusten des Schleims samt Krankheitserreger.

In bestimmten Fällen kann auch eine Behandlung mit Antibiotika oder anderen Medikamenten (z. B. entzündungshemmende oder atemwegserweiternde Mittel) erforderlich sein. Diese Arzneimittel werden vom Arzt verschrieben.

Wichtig: Insbesondere kleinen Kindern sollten Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt verabreicht werden. Grundsätzlich sollten Sie immer genau überprüfen, ob das Präparat zur Anwendung in der jeweiligen Altersklasse zugelassen ist. Falls Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Hilfe bei Kinder-Husten: Weitere Maßnahmen

Mit einigen ergänzenden Maßnahmen können Eltern den Heilungsprozess bei ihren kleinen Patienten zusätzlich unterstützen.

  • Viel Ruhe: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich schont.
  • Aussreichend Schlaf: Damit sich der kleine Körper rasch erholen kann.
  • Viel trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (warmer Tee oder stilles Wasser) ist wichtig, um die Lösung des Hustenschleims zu unterstützen.
  • Inhalationen: Inhalieren mit warmem Wasserdampf hat eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute und wirkt ebenfalls schleimlösend. Vorsicht – ätherische Öle können bei Kindern gefährliche Krämpfe der Atemwege hervorrufen und sollten daher nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingesetzt werden.
  • Reizstoffe vermeiden: Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Kind in einer rauchfreien Umgebung aufhält.

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Husten bei Kindern: Wann zum Arzt?

In den meisten Fällen lässt sich ein normaler Erkältungshusten gut selbst behandeln. Falls sich der Husten trotz geeigneter Behandlung nach wenigen Tagen nicht bessert oder gar verschlechtert, ist ein Arztbesuch ratsam. Das Gleiche gilt, wenn sich der Allgemeinzustand Ihres Kindes verschlechtert oder wenn weitere Beschwerden wie Fieber oder Hautveränderungen auftreten. Speziell bei kleinen Kindern und Babys sollte Husten immer ärztlich abgeklärt werden.

Gut zu wissen: Husten kann auch als Symptom von Allergien, Asthma bronchiale oder anderen ernsten Erkrankungen auftreten. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Kinderarzt zu Rate ziehen.
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